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Samstag, 7. Juli 2012

(Knie)-Hose


Wie schon hier angezweifelt, ist die fertige Hose wirklich nicht nur knielang. Sie sieht eher einer Sommerhose ähnlich, aus der Sohnemann gerade rauswächst. Nun, ich denke er wird eher reinwachsen, dann wirkt es wohl auch besser.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Schnitt mir wirklich gefällt. Einerseits sieht das Ergebnis nett aus und die Länge könnte man ja anpassen. Aber diese gerade Stelle vorne am Bund hat ihren Nachteil: Die Nähte rechts und links davon enden nicht im Saum sondern gehen bis oben durch. Dadurch empfinde ich den Abschluss als etwas unsauber. Aber optisch finde ich diese Variante irgenwie erfrischend nett. Mal sehen ob ich Lust bekomme noch eine Hose nach dem Schnitt zu nähen, oder ob diese ein Einzelstück bleibt. Vermutlich wird es der Praxistest entscheiden.


Auf jeden Fall werde ich aber den Stoff wieder verwenden. Denn erstens ist ja noch ein Rest da und zweitens gefällt er mir einfach. Er ist von Stenzo und wurde von mir auf dem Stoffmarkt gekauft. Ich liebe diese Kombination aus den hellen Farben, schwarz und dem Muster. Es wirkt einerseits sommerlich frisch, andererseits weder wie Pastell-Baby noch mädchenhaft. (Wer mehr Farbe favourisiert: Es gibt den Stoff auch in "bunter"!)

Bitte verzeiht mir, dass es hier momentan sehr langsam voran geht. Die Nächte sind hier zur Zeit einfach zu kurz für mich. Teilweise lege ich mich mit Sohnemann gemeinsam abends ins Bett, um überhaupt genug Schlaf zu bekommen. Da ist dann natürlich nichts mit Nähen. Ich bin mir aber sicher, dass diese Zeit auch wieder vorbeigehen wird und dann gibt es auch wieder mehr zu sehen hier.



Schnitte:
Kniehose: Ottobre 3/2012

Montag, 2. Juli 2012

Weißt Du wie viel Sternlein stehen?


Dieses T-Shirt hat mich ganz unerwartet einige Nerven gekostet. Den Grund dafür kenne ich noch nicht mal, ich kann nur Vermutungen anstellen. Wahrscheinlich war es einer dieser berühmten Fusseln im Unterfadenreich. Jedenfalls hat die Maschine beim Applizieren plötzlich Hunger bekommen und das halbe T-Shirt auffressen wollen. Mit ganzer Kraft konnte ich es gerade so davor bewahren. Allerdings musste ich einiges wieder auftrennen und neu nähen. Und wer das schon mal gemacht hat, weiß dass applizierter Stoff nach dem Auftrennen gelitten hat. Allerdings wollte ich auch nicht alles abtrennen und neu zuschneiden. Zumal ja auch das Shirt darunter gelitten hätte. Also musste ich etwas ziehen und zuppeln und dann hat es auch recht gut geklappt. Nur wenn man genau hinguckt, sieht man dass der Stern an einer Stelle einen kleinen Knick in der Zacke hat. Naja, behaupten wir mal es sei volle Absicht, schließlich sieht unsymmetrisch doch besser aus...

Der Schnitt - ihr werdet es erraten - ist mal wieder der aus der (noch) aktuellen Ottobre mit verändertem V-Ausschnitt. Ja, ich gebe es zu: Es ist momentan mein Lieblings-T-Shirt-Schnitt. Vielleicht auch mangels Alternativen, aber ich bin zur Zeit echt glücklich mit ihm. Er passt und ich liebe V-Ausschnitte. Sie sehen gut aus und sind gleichzeitich echt praktisch: Auch mein Mann erkennt auf den ersten Blick vorne und hinten! Sohnemann hat nämlich de öfteren diese Shirts verkehrtherum an. "Warum nähst Du auch keine Etiketten hinten rein?"


Als ich anfing, meinen Sohn zu benähen, hatte ich noch eine Illusion: Endlich würde ich mich nicht mehr über die schrecklichen Designs von Baby- und Kleinkinderkleidung ärgern müssen. Ja, das meiste was so im Laden hängt, gefällt mir nämlich nicht wirklich. Man hat die Wahl zwischen coolen Dingen, die meiner Meinung nach eher zu einem 14-Jährigen als zu einem Krabbelkind passen würden. Oder es sind irgendwelche Figuren vorne drauf, die man nach einer Stunde Kaufhausbummel schon nicht mehr sehen kann. Nein, ich bin kein Fan von Bob, Winnieh Poo oder diesem Schwammkopf! Aber die erste Alternative ist meistens für meinen Geschmack zu "cool". Und wenn man doch etwas schönes findet, ist es im Zweifelfall völlig unpraktisch!

Tja, wer hätte aber gedacht, dass das Problem sich so auch nicht ganz beheben lässt? Hat man einen schönen Schnitt gefunden (was manchmal ja auch schon eine Herausforderung ist), kommt die Stoffwahl. Und hier merke ich, dass ich wohl wieder nicht in der vorgesehenden Geschmacksnormalität liege. Die meisten Kinderstoffe finde ich nämlich ziemlich überladen. Bunt, bunt, bunt - mich erschlägt das oft. Und so ist die Suche nach schönen Stoffen oft genauso anstrengend wie zuvor die Suche nach fertigen Kleidungsstücken. Aber am Ende stelle ich jedes Mal wieder fest: Die Mühe hat sich gelohnt. Es geht doch nichts über individuelle, an die praktischen Bedürfnisse angepasste und mit Liebe genähte Kinderkleidung.



Schnitte:
T-Shirt: Ottobre 3/2012

Donnerstag, 28. Juni 2012

Auf die Schnelle

So wie es aussieht soll der Sommer ja doch noch kommen. Zumindest für die nächsten Tage heißt es hier: Warm und schwül! Also musste auf die Schnelle noch eine kurze Hose für Sohnemann her. Sie ist nach dem gleichen Schnitt entstanden wie diese hier. Nur habe ich diesmal den Bund etwas abgeändert. Der Originalschnitt sieht ja ein umgeschlagenen Bund mit Gummiband vor. Sieht optisch ja auch wirklich nett aus, lässt sich aber bescheiden nähen. Man überlege mal, dass an den Taschen eine Stofflage an sechs Stofflagen (Hose, Tasche und 4 Lagen Jersey-Versäuberung) grenzt. Schlägt man das für den Bund um, muss die Maschine von zwei auf zwölf Lagen klettern, das ist anstrengend und schwierig zu nähen.


Mir kam also die Idee, einfach oben ein Bündchen anzunähen, das ist doch viel einfacher. Ja, es ist einfacher und es geht auch deutlich schneller. Trotzdem überzeugt mich das Ergebnis nicht, die originale Variante gefällt mir deutlich besser. Das nächste Mal mache ich mir also lieber wieder etwas mehr Arbeit!


Schnitte:
kurze Hose: Ottobre 3/2012

Freitag, 22. Juni 2012

grün & rot


Sohnemanns erster Backenzahn bringt ihn momentan um den Schlaf und mich damit um meine Nähzeit. Dieser Mika fehlt daher immer noch das Gummiband und ihr müsste wohl leider noch ein bisschen auf Bilder warten. Aber damit hier wenigstens nicht tote Hose ist, stelle ich euch heute etwas vor, das schon länger in Sohenmanns Kleiderschrank liegt.

Jacke und Hose stammen von Anfang März als es noch eher kalt war. Die Hose ist mit Fleece gefüttert damit Hintern und Beine auch bei kälteren Temperaturen im Sandkasten warm bleiben.


Der Schnitt fällt aber nicht ganz nach meinem Geschmack aus. Oben ist sie deutlich zu kurz, vor allem hinten. Und das obwohl ich sie schon etwas länger genäht habe. Jetzt frage ich mich ob es an Sohnemanns Figur liegt und er einfach aus der Norm fällt, oder ob der Schnitt einfach nicht an dicke Windel-Popos angepasst ist.

Die Jacke dagegen sitzt sehr gut. Sie besteht aus zwei Lagen Jersey. Ich finde den Schnitt sehr nett und frage mich gerade, warum ich eigentlich nur eine Jacke danach genäht habe. Die Tasche finde ich nicht so schön, aber die linke Seite lässt einem ja viel Platz für eigene Gestaltungsideen. Schade. Vielleicht nähe ich noch eine, aber jetzt ist eigentlich mehr die Zeit für kurze Sachen. Und im Herbst wird er vermutlich aus dem Schnitt rausgewachsen sein...



Auf den Bildern oben noch ohne Knöpfe, ich hatte nämlich keine da. Es wurde mein Erstes Experiment mit KAM Snaps. Ansich bin ich begeistert von den kleinen bunten Druckknöpfen. Allerdings habe ich bei diesem ersten Versuch noch nicht alles bedacht und so beult es etwas zwischen den Knöpfen. Wenigstens ist es nicht wirklich dramatisch, Sohnemann kann die Jacke tragen, ohne dass sich Mama schämt. Naja, Fehler sind dazu da um daraus zu lernen und inzwischen weiß ich, wie ich die Dinger richtig anbringe!



Schnitte:
Jacke: Ottobre 1/2012
Hose: Ottobre 1/2012

Sonntag, 10. Juni 2012

Du bist (m)ein Sonnenschein!


Endlich kann ich euch nun das Ergebnis jener Arbeit vorstellen, die ich am letzten Dienstag schon gezeigt habe. Dank des langen Wochenendes hat es etwas länger gedauert, wir waren viel unterwegs.

Die Rückseite war etwas weniger arbeitsintesiv als die Vorderseite, allerdings hat auch sie jede Menge Nerven gekostet. Es sind einfach viel zu viele herumhängende Fäden um enstpannt arbeiten zu können. Aber zumindest in meinen Augen hat sich die Mühe gelohnt.


Als Schnittgrundlage diente wieder der Schnitt aus der aktuellen Ottobre. Den V-Ausschnitt habe ich wie schon bei diesem Shirt abgeändert. Diesmal habe ich mich noch dazu entschlossen, das Shirt mit drei Bündchen zu versehen. Optisch hat das Shirt damit wohl keine Ähnlichkeit mehr mit dem Originalschnitt. Aber die Passform bleibt natürlich die gleiche.


Jezt bleibt nur noch die Hoffnung, dass die Sonne diesen Wink mit dem Zaunpfahl versteht und ordentlich scheint - nur für den Kleiderschrank ist dieses Shirt doch wirklich zu schade!



Schnitte:
T-Shirt: Ottobre 3/2012

Freitag, 8. Juni 2012

Wo bleibt der Sommer?


Diese Hose lag auf Sohnemanns Geburtstagstisch, zusammen mit diesem Shirt. Sie ist am Vorabend noch in letzter Minute fertig geworden. Jetzt warten wir auf warmes Wetter um sie auch testen zu können.

Es ist wieder einmal ein Ottobre-Schnitt, aber wie bei mir meistens mit kleinen Änderungen. Statt eines Baumwollbandes habe ich ein Jersey-Band produziert. Die Ösen wurden durch Knopflöcher ersetzt (ich hatte keine passenden Ösen da und stand wie gesagt unter Zeitdruck) und schließlich habe ich mich auch nicht ganz an die Anleitung gehalten. Irgendwie will es nicht in meinen Kopf, warum man die Hosenbeinteile unten einzeln versäubern und dann erst zusammensetzen soll? Also habe ich erst die Hose zusammengenäht und dann jedes Bein mit nur einem langen Jerseystreifen versehen. Sieht doch viel sauberer aus so!

Die Steppnähte sind alle mit Dreifach-Gerad-Stich genäht worden und nicht, wie angegeben, mit einer Zwillingsnadel. Ja, ich liebe diesen einfach aber wirkungsvollen Stich. Vor allem in Kombination mit schickem Stickgarn, ich finde es sieht einfach toll aus.



Schnitte:
kurze Hose: Ottobre 3/2012

Freitag, 1. Juni 2012

Streifen mit Stern


Heute gibt es ein Streifenshirt. Es ist der gleiche Schnitt wie schon bei diesen beiden Shirts. Allerdings habe ich mich diesmal für einen echten V-Auschnitt entschieden. Die Variante, die in der Ottobre angegeben ist, hat mir nicht sonderlich gefallen. (Wem es aufgefallen ist: Die Pilzshirts haben daher einen runden Halsausschnitt bekommen.) Es ist mein erster V-Ausschnitt und ich finde ihn dafür sehr gut gelungen. Mit dieser Anleitung von FroschDesign war es aber auch keine wirklich schwierige Aufgabe.


Gesäumt habe ich das Shirt mit einem Zierstich - wie könnte es bei dem Motiv anders sein - aus kleinen Sternen. Am unteren Saum kommen sie weniger zur Geltung als ich erhofft hatte. Aber an den Armen wirken sie dafür richtig gut.



Schnitte:
T-Shirt: Ottobre 3/2012

Dienstag, 29. Mai 2012

Pilzshirt-Duo & Sonnenhut


Als erstes möchte ich euch zwei T-Shirts vorstellen. Auf dem Stoffmarkt im April hatte es mir der Stoff mit den Pilzen angetan. Ohne zu wissen, was am Ende daraus werden sollte, nahm ich einfach ein Stück davon mit. Durch Zufall fand ich einen farblich perfekt passenden Coupon in rot-weiß. Wegen des gemusterten Stoffs wollte ich einen einfachen Schnitt - ich bin kein großer Fan von zu viel Mix auf einmal. Also entschied ich mich für die einfachste Variante: Vorder- und Rückenteil so, Ärmel anders. Nur welchen Stoff wo? Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, also gibt es nun beides in Juniors Kleiderschrank.


Nein, der Sabberfleck ist nicht Teil des Designs... Aber Sohnemann zahnt im Moment, so schnell kann ich den Auslöser gar nicht drücken!

Auch jetzt kann ich noch nicht sagen, welches der beiden Shirts mir besser gefällt. Heute ist es das eine, morgen wieder das andere!


Die Hose ist von Aldi, hier die Ausführung "etwas zu kurz". Naja, sie ist damit perfekt für warme Spielplatztage: Die Krabbelknie bleiben geschützt und Mama ärgert sich nicht über hartnäckige Grasflecken!

Der Sonnenhut ist vor einigen Wochen bei einer 2-Stunden-Panik-Aktion "Oh, morgen ist ein Ausflug geplant, die Sonne soll scheinen und Sohnemann hat gar keinen Hut!" enstanden. Der Stoff war ein Glücksfang auf dem Karstadt-Angebot-Tisch für 3 Euro den Meter. Ich hatte ihn einfach mal mitgenommen, war ja günstig. Für einen Sommerhut ist er perfekt, schön leicht und ein wenig wasserabweisend. Leider habe ich keinen blassen Schimmer, was es für ein Material ist - Baumwolle ist es jedenfalls nicht. Daher hat der Hut einen Innenhut aus dünnem Baumwolljersey, für einen angenehmen Sitz. Die Bindebänder sind ebenfalls aus diesem Jersey.



Schnitte:
T-Shirt: Ottobre 3/2012
Sonnenhut: http://www.ottobredesign.com/ "Hut mit Krempe"